Der erste Bulli (T1) rollte 1950 vom Band und übernahm intern die Werksbezeichnung seines kleinen Bruders, dem Käfer „VW Typ 2“1950 rollte der erste Bulli. Der kleine Kastenwagen kostete 5850 Mark und der Kleinbus 6950 Mark. Sein Design, wenn man davon sprechen konnte erinnerte an eine Diesellok, dessen Front V-förmig nach untern zulaufend in der Mitte ein großes VW Emblem trug. Da gerade Scheiben zu dieser Zeit kostengünstiger waren, wurde der Bulli mit einer zweigeteilten Frontscheibe ausgeliefert.
Das Aussehen war bei dem kleinen Bulli zur Zeit des Wideraufbaus Deutschland noch nicht wichtig. Viel bedeutender war die Robustheit und der vielseitige Einsatz, schleppen, tragen, schieben transportieren. Viel wichtiger als sein Aussehen war, dass er praktisch und robust war. Keine Zeit für Schnickschnack, Deutschland wurde ja gerade neu aufgebaut und brauchte einen Lastesel, einen der schleppen, tragen, schieben und viel transportieren konnte.
Die Technik einfach aber funktionell - angetrieben von seinem 26-PS-Motor im Heck - durch seine Länge von 4,15 Meter, seine maximale Nutzlast von 750 Kilogramm und seiner maximalen Geschwindigkeit von 75 km/h war der T1 klein aber wendig für den Wiederaufbau.
Der Samba stellte das Highlight der Baureihe T1 dar, hatte 21 Fester, ein Rollverdeck und selbst die Großfamilie mit 9 Personen fand Platz.
In Zusammenarbeit mit Westfalia entstand 1951 der erste Camper mit Sideboard, Kleider- und Wasch-, und Rasierschrank in Serie. In Serie produziert flossen immer wieder kleine Veränderungen in die Produktion und es ergab sich, dass der Bulli statt einer Klapptür wahlweise eine Schiebetür, dem späteren Bulli-Markenzeichen, erhielt.
Nach 17 Jahren und 1,8 Millionen produzierten Fahrzeugen - trat der T2 die Nachfolge an. Der Nachfolgen 13 Zentimeter länger, aber gleich breit sind leicht zu unterscheiden. Der T2 hat eine durchgehende Frontscheibe und keine V-förmige Front mehr. Neu war auch das Image, was der T2 bekam: als günstiges, zuverlässiges Transportmittel der Flower-Power-Szene, entweder in den USA Richtung Woodstock, mit dem Surfbrett an die Küste oder von Europa aus nach Indien. Und am besten bunt bemalt. Doch auch die Gegenseite fuhr den T2: Bei Bundeswehr und Polizei war der Bulli im Dauereinsatz.
Als in Hannover schon der VW Transporter T4 vom Band rollte, wurde in Graz bei Steyr-Daimler-Puch noch bis zum 20. November 1992 der T3 produziert. Der neuen Transporter T4 hatten den Motor und Antrieb vorn, waren das ausgereifteste Fahrzeug der Serie - aber braucht natürlich genau wie der seit 2003 produzierte Nachfolger T5 noch Zeit, sich in die Herzen der Fans zu fahren. Doch ein Superlativ erfüllt er schon jetzt: Kein anderes Modell der Autobranche ist so breit aufgestellt. Wer Bulli fährt, kann es im Transporter-Einstiegsmodell für 20.000 Euro tun oder für 132.000 Euro im Spitzenmodell Multivan Business.