Der Ursprung von Alfa Romeo beginnt in Portello, im Nordwesten Mailands, nahe der Straße zum Simplon-Paß. Der französische Automobilpionier Alexandre Darracq erbaut 1906 auf 36 Hektar Land ein modernes Automobilwerk. Aber der italienische Markt nahm das dort produziert Produkt nicht an.
Die Geschäftsleute Lombardei übernahmen bald das Werk und gründen die Società Anonima Lombarda Fabricia Automobili (A.L.F.A.). 1910 verlässt der erste A.L.F.A das Werk in Portello.
Er stammt aus der Feder des Konstrukteurs Giuseppe Merosi und hört auf den Namen 24HP. Der 4,1 l Motor leistet 42 PS.
Trotz der Motorsporterfolge, die sich kurz darauf einstellten, machte der 1. Weltkrieg alle Exportchancen zunichte. Die Auto-, sowie die Rennwagenproduktion weicht Rüstungsaufträgen. Als Darraq auch noch seine Aktien verkauft meldet 1915 die Bank A.L.F.A zum Konkurs an.
Ein Institut der italienischen Rüstungsindustrie meldet jedoch Interesse an und übernimmt unter dem Vorsitz von Nicola Romeo die Firma. 1919 fällt der Startschuss für die erneute Produktion von Strassenwagen. Die edlen Karossen hören nun auf den Namen Alfa Romeo.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Stammwerk in Portello zu drei Fünfteln beschädigt. Mit Hilfe der aus dem Krieg heimkehrenden Mitarbeiter begann der Wiederaufbau. Ab 1946 verließen unter dem Firmennamen „Alfa Romeo S.p.A.“ wieder erste Automobile die Werkshallen.
1950 vollzieht Alfa Romeo den Schritt von der Manufaktur zur Fließbandfertigung. Die Firma expandiert und bezieht 1961 in Arese am Rande von Mailand ein neues Werk. 1986 wird die Firma Alfa Romeo in den Fiat-Konzern eingegliedert.
Alfa Romeo baute bereits 1913 Rennfahrzeuge. In all den Jahren, in denen sich Alfa Romeo im Motorsport engagierte, konnte sie große Erfolge verzeichnen. Die erste große Blütezeit im Motorsport erlebte Alfa Romeo in den 20-er und 30-er Jahre. Als dann 1950 die Formel 1 gegründet wurde, fuhr Alfa Romeo auf Anhieb mit dem Rennfahrer Guiseppe Farina den Weltmeistertitel nach Hause. Ein Jahr später gelang dies erneut mit dem Rennfahrer Juan Manuel Fangio.
Ab den 60 Jahren engagierte sich Alfa Romeo überwiegend im Tourenwagen-Rennsport und erzielt in dieser Rennkategorie bis heute große Siege.
Die Modelle der Neuzeit üben jedoch immer noch eine Faszination aus, die nicht nur Alfistis ins Schwärmen geraten lässt. Die neuen Erfolgsmodelle, die auch mit dem Goldenen Lenkrad ausgezeichnet wurden, bekommen nun auch mit der GTA-Version jedes Modells mit 250 PS den Glanz der früheren Tage.
Wir hoffen, dass der Virus Alfa Romeo noch viele Alfistis hervorruft und der Glanz einer einmaligen Automarke ewig strahlen möge.
Mit dem „Alfa Brera“ und dem „Alfa Romeo MiTo“ wird jetzt wieder die erfolgreiche Tradition fortgeführt.